Don't understand a word?

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Marokko. Der Abschied.

Gerade on Moment sitzen wir an Deck unseres Bootes, während der Zollhund unser Boot druchschnüffelt. Danach geht es an die sechs Tages Etappe, vermutlich bis Teneriffa.
Also 6 Tage keine Zivilisation, Leben aus Bunkerkäufen und kein Internet.
Aber was bleibt? Der Name Rabat hat sich für mich mit so viel Bedeutung gefüllt. Diese komplett andere Kultur, diese viel netteren Menschen, die tausend Gesichter der Stadt.
Gestern waren wir alle zusammen das Nachtleben erkunden. Nachts ist hier mehr los als tagsüber und es gibt überall Streetfood und Gewürze. Für knapp einen Euro gab's original marokkanischen Döner. Gefüllt mit Kartoffelbällchen. Mehr gibt's auf den Kanaren - wir sind wieder auf See.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Noch mehr Bilder, Supermarkt und Ponyreiten


 Unser 'crazy Captain' mit selber gefangener Goldmakrele


Sonnenaufgang irgendwo an der spanischen Küste


Mitten in Malaga


Einfahrt in Rabat


Marokkanischer 'Autoscooter'. Irgendwie haben die überall so coole Sachen für Kinder. Echt schwer zu widerstehen. Manche Mofafahrer fahren aber auch einfach mit.


Sonnenuntergang über Rabat


Der Verkehr hier ist eine Sache für sich..


Tempelanlage in Rabat


Marokkanischer Riesensupermarkt. Vergleichbar mit Globus bei uns. Alles was aufgedeckt ist darf man probieren, so auch eingelegtes Gemüse, Trockenobst, Oliven, Nüsse, ... Außerdem sind Plastiktüten hier gestzlich verboten, alles wird in Papier - oder Stofftaschen getragen.


Ponyreiten im Supermarkt. Fast noch cooler als der Autoscooter. Und nur 50 Cent für 5 Minuten!

Soweit mal die Bilder aus den letzten Tagen. Das Leben hier besteht immer noch hauptsächlich aus Essen und Essen besorgen, deshalb ging es gestern mal in einen großen Supermarkt. Unsere nächste Etappe startet nämlich vorraussichtlich Dienstag morgens und wird 6 Tage dauern. Sechs Tage auf hoher See, bedeutet unsere längste Segeletappe bisher, bedeutet ein Drittel der uns bevorstehenden Atlantiküberquerung. Was das wirklich bedeutet kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Allein was an Lebensmitteln notwendig ist, unglaublich. Generell der Konsum hier. Die Preise sind überraschender Weise ziemlich westlich und ein Großteil der Bevölkerung meines Eindruckes nach zu arm um das zu bezahlen. Ich frage mich wirklich wie die Menschen hier teilweise überleben. Und trotzdem sind viele hier so herzlich und hilfsbereit. Die Omi, die ich im Supermarkt fragte was das denn für Gemüse wäre (Yukkawurzel oder sowas) gab mir direkt ihr Lieblingsrezept und als wir in der Innenstadt Kaktusfeigen an der Straße kaufen wollten kamen sofort drei Marokkaner um uns mit der Verständigung zu helfen. Als ich dann ausversehen noch zu viel bezahlt habe und schon gehen wollte riefen sie mich sofort wieder zurück und gaben mir das Geld. Das ist mir hier jetzt schon öfters passiert. Also wer den Menschen hier Geldgierigkeit unterstellt war vermutlich noch nicht hier. 


Per Anhalter nach Südamerika | Von Abgängern und Abhängern #VLOG 2

Guten Morgen :)
Wie vielleicht einige schon bemerkt haben bin ich überhaupt nicht up to date und hab total verpeilt unseren 2. Videolog hier zu verlinken! Also - hier ist er nun. Full HD, uncut und ohne Zensierung.
Folgt uns an Bord der Safira und taucht ein in unser Bordleben! Heißt: Hängematte aufhängen, Lieblingstee machen, angucken, liken, teilen, ihr kennt das ganze ja schon.

Mann über Bord! Von Abgängern und Abhängern | Per Anhalter nach Südamerika VLOG #2


Und Joshi wäre ja nicht Joshi wenn er nicht schon fleißig weitergefilmt hätte.
Nächstes Video ist schon in Bearbeitung, seid gespannt auf die weiteren Folgen!

Samstag, 22. Oktober 2016

Eine Stadt, drei Welten - wie ich in einem anderen Land ankomme

Bon jour ihr Lieben! Wir haben es auf den nächsten Kontinent geschafft. Level Up! Jetzt sind wir also in Rabat, der Hauptstadt von Marokko. Auf Grund von Stürmen über dem Atlantik in den nächsten Tagen bleiben wir vorerst im Hafen, vorraussichtlich bis Dienstag. Heißt also wir haben mal wieder Zeit einen Einblick in andere Welten zu bekommen und uns die Stadt Rabat anzugucken.
Wie der Posttitel schon verrät, hat sich in den letzten 24 Stunden eine Menge von Eindrücken angesammelt.
Ich weiß noch gar nicht genau wo ich anfangen soll.
Drei Welten. Die Stadt könnte ein Paradebeispiel für den Erdkundeunterricht sein (an dieser Stelle ganz ganz liebe Grüße an meine ehemalige Erdkundelehrerin!) Fragmentierung und Segregation sind hier die Stichwörter.  Das ganze anschaulich dargestellt sieht in etwa so aus: Wir liegen in 'La Marina' was eigentlich nur die Bezeichnung für einen Sport/Yacht Hafen ist. Hier verbrigt sich jedoch ein ganzes Stadtviertel dahinter. Hinter den modernen Neubaufassaden ensteht ein Reichenviertel nach modernsten Standards, inklusive Shoppingmall, Security und allem drum und dran. Genauere Einblicke in das Leben hier in der Marina folgen noch...
Verlässt man dieses eingezäunte und bewachte Gebiet und biegt nach links ab steht man ziemlich bald vor einer alten Festungsanlage. Hinter dieser befindet sich das, was wir als 'Ghetto' bezeichnen würden. Menschen, die auf Plastikplanen vor ihrem Haus Klamotten verkaufen, Handkarren mit frischem Obst und extrem viel Müll. Man spricht arabsich, französich, spanisch und ein wenig Englisch. Die Menschen haben Joshi und mir gegen über eher eine leicht... aufdringliche aber dennoch äußerst freundliche und nette Art. Aber wir kommen uns schon sehr fremd vor. (obwohl ich extra meinen geliehenen Sarong in eine Burka umgewandelt habe :D)
Nach einem kleinen Einkauf in einer traditionellen Bäckerei geht's wieder aufs Boot.
Nachmittags steht der Besuch des rechten Stadtviertels an. Wir verlassen den sicheren Hafen nach rechts über einen Fluss und finden uns an einer Promenade wieder. Hier merkt man schon eindeutig die Großstadt: sehr viel Verkehr, sehr viel Gehupe, sehr viele verschiedene Menschen. Von oberkörperfreien Jugendlichen bis zur Ganzkörperverschleierung findet man hier alles. Wobei man ganz klar sagen muss, dass lange Ärmel und lange Hosen fast überall zu sehen sind. Und das trotz der fast 30 Grad.
Jetzt fehlt leider die elegante Überleitung zum zweiten Teil des Posttitels, dem Ankommen (ich hoffe ihr versteht die Zweideutigkeit dieses Wortes). Da wir dem Ganzen vorurteilsfrei gegenüber stehen sind wir einfach mal mit einem freundlichen Lächeln und für uns normalen Klamotten losgezogen und haben jeden mit einem freundlichen 'Bon soir' gegrüßt. Und obwohl wir hier in einer Großstadt sind hat bis auf wenige Ausnahmen jeder dieses Lächeln erwiedert, uns gegrüßt und nach unserem Befinden gefragt. Teilweise wurden wir auch ohne ein Wort unsererseits herzlich Wilkommen gehießen. Etwas, was mir zuvor noch nie passiert ist. Es ist ziemlich  schön, von fremden Menschen einfach so im Vorbeigehen in ihrem Land wilkommen geheißen zu werden. Generell waren fast alle uns gegenüber sehr interessiert und zwar nicht auf eine unangenehme, aufdringliche Weise sondern eher auf eine freundliche, offene Art. Man fühlt sich irgendwie auf einmal ziemlich wohl in einer sonst sehr fremden und aufregenden Stadt.
Was ich euch ans Herz legen will: Freundlichkeit wird oft mit Freundlichkeit beantwortet. Offenheit hat Joshi und mich bisher so viel weiter gebracht und uns viele besondere Momente bescherrt - ob Mitfahrgelegenheiten, ein neues Lieblingsgetränk oder eben die Erfahrungen in einer fremden Stadt.
Also - mehr lächeln und keine Angst davor, mit Menschen zu kommunizieren, die beißen nicht. Meistens jedenfalls.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Endlich WLAN an Deck - endlich Fodoos


Erster Eindruck von Marokko 



Heutiges Atlantikwetter - 300m Sicht 

   Standard Sonnenuntergang auf dem Meer



Eingang zum Park in Malaga 


Urwald Feeling in der Großstadt (+ Fotobombender Opa)

Doch nochmal Malaga - Die Milch und ich - oder wie ich die Poststation suchte.

Wie bereits erwähnt überraschte mich diese Stadt schon öfters mal. So sollte es mal wieder durch eine Verkettung  von Zufällen ein unvergesslicher Tag werden. Wie bereits erwähnt verlief ich mich ja ein bisschen (ca 3 Stunden lang), der Grund war die Suche nach einer Post - ein besonderer Mensch/Einhorn muss dringend Post bekommen und dafür geht man ja gerne mal den ein oder anderen Umweg.  So stolperte ich völlig verzweifelt und leicht verwirrt in ein kleines Kaffe. Etwas verzweifelt frage ich den Kellner ob er Englisch spricht. Zwar verstehe ich Spanisch mittlerweile ganz gut und kann auch den Weg erfragen aber nach drei verschiedensten Wegbeschreibungen zweifelte ich doch dann doch an mir. Als ich dem Kellner halb auf Englisch halb auf Spanisch mein Problem erklärte verschwand er kurz und brachte mir erst mal einen Matcha - Sojamilch - was eigentlich? Naja so das was ich als typischen Hipster Trendsetter Blogger YouTuber Hypegetränk bezeichnen würde. Etwas skeptisch betrachtete ich das Ding. Unten war Es schön grün  und wurde nach oben hin immer heller bis es in weißem Milchschaum verlief. Interessant. Aber Milch. Zwar Sojamilch aber trotzdem Milch. Und das ist ja nun wirklich nicht meins. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und es sah auch extrem schön aus. Und dann stand auf einmal das leckerste Getränk der bisherigen Reise vor mir. Dieses Teil hat mich echt umgehauen, die Kombination von diesem speziellen Matcha Geschmack mit der leichten Süße der Sojamilch kombiniert und einen Hauch von Zucker auf den Schaum - ich erklärte den Kellner zum Helden des Tages. Nicht weil er mich zuletzt noch zur Post brachte (die genau um die Ecke war - ich glaube er hatte Mitleid..)  und dafür sorgte dass alles glatt lief. Überglücklich ging ich am Strand zurück zum Boot - auf welchem gerade die Bunkerkäufe für die nächste Etappe ankamen. Nomnomnom. Dann kann es ja losgehen. Geplant ist ein kurzer Stop in Gibraltar zum Tanken und dann geht es weiter nach Marokko! Wuhu! Vorher stehen aber noch ein paar Tage auf See bevor...

Montag, 17. Oktober 2016

Letztes mal Malaga

Heute morgen wurde ich seit  langer Zeit mal wieder von einem Wecker geweckt. Verschlafen machen Joshi und ich uns fertig um in die Stadt zu laufen. Auf dem Weg dürfen wir noch einen einmalig schönen Sonnenaufgang über dem Meer beobachten, welcher die Stadt langsam in ein wunderschönes Licht taucht. Es gibt wenig schönere Momente die so alltäglich sind wie ein Sonnenaufgang.
Langsam gehen wir weiter, Joshi sucht sich WLAN und ich jogge durch die langsam erwachene Stadt. Viel Verkehr und viel Straße außerhalb des Zentrums.  Deshalb wieder zurück durch die Grunanlage am Hafen, dieser riesige Botanische Garten - Park, welcher noch größer ist als ich dachte. Total verwinkelt und mit kleinen versteckten Steinbänken mitten im Grün. Laute Vogelstimmen. Man fühlt sich wie im Regenwald. Kaum Menschen zu sehen, durch die verwinkelten Wege kommt man sich vor als wäre man ganz alleine. Nach mancher Gabelung öffent sich der Weg einfach um den Blick auf einen kunstvoll gestalteten Brunnen frei zugeben der von buntem Mosaik gesäumt ist. Davon gibt es mehrere kleine im ganzen Park verteilt. Wer auch immer diesen angelegt hat, es waren Künstler mit am Werk. Die ganze Stadt scheint aus Kunst zu bestehen, sogar die touristischen Shoppingstraßen. Auch die Wegführung ist künstlerisch, ich verlaufe mich  andauernd. Dafür findet  man so den ein oder anderen schönen Platz. Nur nicht das was man sucht ..

Malaga

Malaga. Wow. Ich versuche gerde Worte zu finden für eine Stadt, die einen sprachlos macht. Nichtsahnend an Hafen herumschlendernd bewundere ich die ganzen handgefertigten Schmuck und Kleidungsstücke junger Designer und Designerinnen die hier wie auf einem  kleinem Flohmarkt ihre Ware ausstellen. Hinten dran ausgefallene Modegeschäfte. Ich laufe weiter in Richtung irgendwo. Völlig orientierungslos, einfach der Nase nach und finde mich in einer Art Botanischen Garten wieder der eigentlich nur .. Ein Stadtpark? Eine riesige Verkehrsinsel ? sein soll. Im Hintergrund alte Mauerwerke und ein grüner Berg mit Ruinen. Noble Gebäude gesäumt von Springbrunnen. Rechts eine riesige Kirche die wie ein altes Anwesen wirkt mit einem Garten wie aus dem Märchen. Überall Palmen. Grün. Und Wasser. Und gut gekleidete Menschen. Wow. Um das alles zu verarbeiten setzte ich mich erst mal auf die nächtst beste Bank. Um mich ein Meer von Hibiskusblüten in allen Farben. Nach drei Tagen blauem Meer ist das doch ganz schön viel zu verarbeiten. Ich gehe weiter. Vorbei an Geschäftsmännern in Anzug, die entspannt auf einer Bank im Park(?) Gras rauchen. Rechts das Rathaus wieder mit einer wunderschönen Parkanlage. Dann folgt die Universität. Ebenfalls ein sehr schönes Gebäude. Hätten sich manche Unis mal ein Beispiel dran nehmen können. Ich gehe um die Ecke - und muss mich gleich wieder hinsetzten. Vor mir ein riesiger, pink blühender Baum der seine Blüten in der Fußgängerzone verteilt, ein wunderschönes altes und sehr imposantes Gebäude direkt vor mir und überall kleine schmale Gassen mit Graffiti die nur darauf warten entdeckt zu werden.
Unglaublich viele verschiedene Eindrücke und hinter jeder Ecke etwas faszinierendes, unerwartetes. Zumindest in dem kleinen Teil um den Hafen, in welchem ich mich bewegt habe. Die Ausmaße der Stadt kann ich mir erahnen aber allein vom Hafen ins Zentrum läuft man gut 30 Minuten.
Geschafft von den ganzen Eindrücken verschiebe ich meine geplante Laufrunde auf den nächsten Morgen und komme erleichtert zurück an Bord. Diese Ruhe, Vertrautheit und Abgeschiedenheit von all dem da draußen tut unglaublich gut. Das Boot ist irgendwie zur Ruheinsel geworden, zu unserer Heimat für die nächste Zeit.

Freitag, 14. Oktober 2016

Per Anhalter nach Südamerika #VLOG1

Soooo liebe Leute. Nach langer langer Film -, Bearbeitungs- , Zwischendurcheinfacheinschlafen - , Diskussions - , Zwischendurchfrustessen - , Hochladungs - und Nachbearbeitungszeit steht nun endlich unser erstes Video online. Auf YouTube. Wuhu! Wir werden jetzt super erfolgreiche YouTuber, verdienen so unser Geld fürs Reisen und werden fame und glücklich bis an unser Lebensende. Nicht. Aber cool ist es schon. Ein bisschen. Zumindest das Intro. Also: guckt es euch an, liked es, guckt es euch nochmal an, bewundert das Intro ( es war viel Arbeit! ), guckt das Intro nochmal und abonniert, schreibt Kommentare und so weiter. Zeigt es euren Freunden, Eltern, Kindern, Großeltern, Lieblingsschwagern, Nachbarn, Hunden, Katzen, Pferden und jedem der es sonst noch sehen will.
Enjoy!


#veganpower #schreibtsindiekommentare

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Update Carboneras

Wie man sicher merkt haben Joshi und ich nach ein paar Tagen auf See und im Hafen von Carboneras WLAN Land gefunden. Unsere aktuelle Situation ist ziemlich gut, wir haben zwar leider kein Trinkwasser mehr an Bord da gestern irgendein Feiertag war und wir nicht einkaufen konnten dafür filtern wir jetzt Regenwasser oder kochen das Wasser aus den Tanks ab. Heute Abend gibt's wahrscheinlich Caipirinhas und oder Mojitos da gegenüber von der Bank auf der wir sitzen ein Limettenbäumchen wächst :))
Heute morgen gab es gegen 5 Uhr ein bisschen Gewitter, ganz gut dass wir im Hafen stehen. Wetter und Wind ändern sich aber heute zu unseren Gunsten, sodass wir morgen Abend vermutlich in Richtung Malaga aufbrechen. Dort kommen wir dann Sonntagabend an. Geplant ist dann der Seeweg über Marokko nach Gran Canaria, bedeutet wir werden vermutlich noch 3 Wochen an Bord der 'Safira' bleiben, da wir nur bei guten Bedingungen segeln. Freut euch also auf noch mehr tolle Schiff Videologs / Fotos und Experimente (momentan: vegan Power :D) und anderes Zeug, dass wir in der Zeit produzieren. Sofern das Internet mitspielt...


Nachtrag: Erster Videolog aus Calpe!!!



Pues, endlich haben wir einigermaßen WiFi und ich hoffe euch nun unser erstes Videolog präsentieren zu können! :)

Horizonterweiterung

¡Bouenos dias!
Keine Sorge, unser Schiff lebt noch, wir segeln auf bestem Kurs und genießen unser Leben an Deck. Zwei Tage haben wir auf See verbracht um den Wind auszunutzen, welcher uns nun verlassen hat. Jetzt liegen wir im Fischerhafen von Carboneras.  Das Leben an Deck ist entspannender als jeder Luxusurlaub, ein Leben in Badeklamotten und Sonne. Da wir alle unglaublich viel Zeit haben, kann man sich extrem gut weiterbilden und mal wieder für alles Zeit finden, was man zuvor vernachlässigt hat. Sei es Workout an Bord, leckere Rezepte ausprobieren, schlafen, lesen, Knoten oder Spanisch lernen, neue Sternenbilder finden, Fische stalken, musizieren, tiefgründige, philosophische Gespräche bei einem Glas gutem spanischen Rotwein führen oder unverhofft Schlager schmettern. Draußen sitzen bis vier Uhr morgens im Schlafsack an Deck. Man findet hier im wahrsten Sinne des Wortes eine unglaubliche Horizonterweiterung, nicht zuletzt durch unsere tolle Mannschaft die nur aus Abenteurern besteht...
"Bleibe nicht am Boden heften,
Frisch gewagt und frisch hinaus!
Kopf und Arm mit heitern Kräften,
Überall sind sie zu Haus;
Wo wir uns der Sonne freuen,
Sind wir jede Sorge los.
Daß wir uns in ihr zerstreuen,
Darum ist die Welt so groß."
- J.W. v. Goethe


Freitag, 7. Oktober 2016

Savvy?!

Ahoi meine Freude!
Es läuft mal wieder besser als irgendwie vorstellbar: Nachdem wir ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt hatten kamen wir langsam mal auf die Idee Leute zu fragen, ob sie uns mit nach Calpe nehmen könnten. Und wieder war der Zweite, den wir ansprachen, ein Glückstreffer. Super nett und weil er so begeistert von uns war, hat er uns direkt in den Hafen Calpes gefahren. Das war um 12, unser Schiff sollte ab 15 Uhr im Hafen sein. So spazierten wir noch am wunderschönen
Strand entlang, trafen noch ehemalige Deutsche und Kletterer, die gerade einen neuen Steig befestigten. Dann war auch schon wieder genug Sightseeing, die Rucksäcke sind schließlich schwer und es ist viel viel viel zu warm um nicht sofort in der Bucht schnorcheln zu gehen. Tausend tolle Fische später kam dann der Anruf, 'Safira' ist am Hafen verankert und wartet auf uns. Aufgeregt treffen wir auf ein super gemütliches Segelbötchen mit einer noch gemütlicheren Crew. Erstmal gibt's ein Bierchen, danach eine kleine Einweisung. Wir beziehen unsere Koje die ein Dachfenster hat, durch welches man direkt auf den Himmel gucken kann - wie könnte es besser sein. Danach springen wir nochmal kurz ins Wasser und es wird gekocht - selbst gefangener Fisch mit Reis, Gemüsebratlingen und Kartoffelsalat. Sehr lecker. Dazu einen guten Weißwein, den wir bei einer anderen Tramperin gegen eine Dose Bohnen eingetauscht hatten. Jetzt ist erst mal Siesta angesagt, war ja auch ganz schön anstrengend bisher - und es schaukelt seit dem Wein ganz schön.

Über Belidorm und das Zugfahren in Spanien

Weil wir ja jetzt seit längerer Zeit ständig auf das Meer gucken, musste ich gestern einfach an den Strand. Und so machte ich mich auf die Suche nach einem Weg dorthin - verblüffender Weise war 1km hinter der Raststätte ein kleiner Bahnhof.
Von dort aus ging es dann nach Belidorm. Die Stadt scheint nur aus Hotels zu bestehen und man hört mehr deutsch als spanisch auf den Straßen. Dementsprechend gestalten sich auch die Einkaufspassagen. Also nicht zwingend sehenswert es sei denn man steht auf billige Whatsapp - Smiley - Plüschtiere oder bunte weite Klamotten in unbestimmbarer Form. Etwas enttäuscht lief ich in Richtung Hafen und war plötzlich in einer anderen Stadt. Weiße Plätze verziert mit blauen Kuppeln, Rosa blühende Pflanzen, Gitarrenspieler, schroffe Felsen und natürlich das Meer. Wie ein Foto aus dem Reise Katalog. Zurück lief ich über die Strandpromenade, an welcher man wahlweise die unzähligen weißen Tauben füttern kann, welche sich dann freudig auf einem niederlassen oder mit Tourirentnern tanzen. Ich entschied mich für letzteres musste jedoch bald weiter denn es wurde langsam dunkel...
Wieder zum Zug, in welchen man hier nicht wie bei uns einfach einsteigen kann. Nein man muss den Zugfahrer unmissverständlich klar machen, dass er hier anhalten sollte sonst fährt er einfach weiter. Blöd nur wenn der Bahnhof schlecht beleuchtet ist. Nachdem ich mich fast auf die Gleise geworfen habe hat der Schaffner dann aber doch grade noch so abgebremst und mich mitgenommen. Yuhu :D

Joshi und ich verlassen gleich das heimatliche WLAN Land und machen uns auf in Richtugn Calpe wo unser Boot an 15 Uhr vor Anker liegt. Die Spannung steigt..

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Schlafen unter Palmen

Nachdem wir gestern Abend noch bis kurz vor Benidorm mitgenommen wurden sind wir nun schon zu südlich von unserem Ziel - Calpe. Dort wartet ab morgen ein Segelboot auf uns, mit welchem wir über Malaga und Marokko nach Las Palmas segeln. 
Heute gönnen wir uns einen Tag 'Urlaub' - Joshi im WLAN Land und ich versuche mal ans Meer zu kommen und ein bisschen zu schnorcheln.
Wir haben morgens um 9 schon 28 Grad, wurden heute Morgen durch die scheinende Sonne geweckt und das erste was wir sehen,wenn wir aufwachen ist blauer Himmel durchzogen von Palmenblättern. Sobald wir aufstehen sehen wir über grüne Plantagen hinweg das Mittelmeer und nachts betrachten wir so lange den wunderschönen Sternenhimmel bis wir einschlafen. Verrückt?


Dienstag, 4. Oktober 2016

Update

Anstelle von Strand schlafen wir jetzt an einer riesigen, schönen Raststätte mit Babykatzen  😻 Morgen früh geht es um 4 Uhr morgens mit dem Pärchen, welches uns heute schon mitgenommen hat und auch hier übernachtet, weiter nach Spanien :))
Mittelmeer Wir kommen !

-> 24 Stunden nach Aufbruch

Wir stehen an einer Raststätte vor Tarragona, bewundern den Sonnenaufgang über den Mittelmeer und genießen die warme Luft.
Seit 4 Uhr sind wir wieder unterwegs und haben bisher genau 1.333km zurückgelegt.

Gradwandern

Es geht los. Wir sind on the road.  Grünstadt, 8:20. Aufregung und ohne Vorstellung wie es jetzt weitergeht. Wie weit wir heute kommen würden. Es sind 6 Grad und es ist kalt. Wir haben direkt Glück, der Erste, den wir ansprechen nimmt uns nach seiner Pause mit. Bis vor Saarbrücken. Es nieselt leicht und wir kommen schon auf 8 Grad. Dort erst mal kurzer Stillstand - nur Millitärs und LKW Fahrer, beide dürfen uns nicht  mitnehmen. Naja. Aber es geht ja immer irgendwie weiter und so landen wir etwas später hinter der französischen Grenze, treffen interessante Menschen, eine Band on Tour und ein super liebes Pärchen, die uns auch direkt mitnehmen. Und sogar einen Umweg für uns fahren. Nochmals tausend Dank an dieser Stelle an ..... ! :)
Bei Metz landen wir direkt mit dem nächsten Fahrer einen Volltreffer. Das Ziel heißt Marseille. High Five, Rucksäcke ins Auto werfen und die Fahrt genießen. Wenn wir das nächste mal aussteigen sind wir fast am Mittelmeer. Wir haben schon 15 Grad und die Sonne scheint. Es fühlt sich mehr nach Frühling an als nach Herbst. Jetzt heißt es nur noch Schlaf nachholen. Und später vielleicht mal an den Strand gehen. Hakuna Matata

Montag, 3. Oktober 2016

Die Route

Die geplante Route startet am 4.10.16 auf einer Autobahnraststätte bei Grünstadt, Deutschland. (Nein, ich kann mir auf gar keinen Fall einen schöneren Startpunkt vorstellen als eine Autobahnraststätte. Niemals.) Von dort aus geht es schnellst möglich per Anhalter nach Spanien. Da werden Joshi und ich von einem Skipper mitgenommen, ca 2 Wochen lang, über Marokko nach Las Palmas. Vor Ort werden wir uns dann ein Schiff für unsere Atlantiküberquerung suchen. Sollten wir das geschafft haben, liegen erst mal 5 Wochen auf dem Atlantik vor uns, bis wir irgendwo an der Ostküste von Südamerika ankommen, von wo aus wir uns trampend in Richtung Westküste bewegen werden. Der Panamericana folgend wollen wir über Kolumbien, Ecuador und Peru nach Chile. Dort werden wir uns trennen, ich fliege nach Costa Rica, Joshi trampt weiter in den Süden. Soweit die Planung bisher. Änderungen vorbehalten. Politische Ereignisse werden wir selbstverständlich berücksichtigen und dementsprechend agieren. Aber zuerst müssen wir uns auf den Weg machen.
Hasta luego




Könnte dann in etwa so aussehen

Es war einmal...

... ein Traum. Ein Traum, von einer Reise. In ferne, unbekannte und wundervoll klingende Länder. Dieser Traum ließ mich nicht los, seit 3 Jahren nicht mehr. Deshalb mache ich mich ab heute auf den Weg, diesen Traum zu leben, zusammen mit Joshi, einem großen Rucksack, einer Menge Unwissenheit und voller Hoffnung. Keinen Plan, was auf uns zukommen wird, keinen Plan, wie unsere Reise verlaufen wird, keinen Plan wann wir wo sein werden. Das einzige was sicher ist, ist unsere Route und unsere Art zu Reisen. Alternativ, per Anhalter (hitchhiking) auf dem Land und per Boot auf dem Wasser. Eine Transatlantik Tour, trampen durch Südamerika, ein bisschen work and travel und was sich sonst noch so ergeben wird.